Redeflussstörung
Redeflussstörungen ist der Oberbegriff für Stottern und Poltern.
Dies kommt auch im Kleinkindalter vor. Hier spricht man oft von ganz normalen entwicklungsbedingten Auffälligkeiten, die sich meist von selbst wieder geben. Hier hilft oft die Ruhe zu bewahren und dem Kind die nötige Aufmerksamkeit und Zeit zum Reden zu lassen.
Eine Kontrolluntersuchung durch einen Logopäden kann oftmals die Ängste nehmen. Stellt sich eine auffällige Störung heraus, wird zunächst überwiegend mit den Eltern gearbeitet. Dies nimmt die Angst und entspannt den Umgang miteinander.
Als Stottern bezeichnet man das Sprechen, welches durch Abbrüche, Laut- und Silbenwiederholungen gekennzeichnet ist. Ist dies ausgeprägt kommen meist noch Sprechangst, Vermeiden von Blickkontakt und bestimmten Situationen (wie z.B. mit fremden Menschen sprechen, telefonieren) oder auch Ticks (wie zum Beispiel Augenzucken, Grimassen schneiden o.ä.) hinzu. Man spricht hier auch von tonischem (festhaltend)- und oder klonischem (lockerem Wiederholen) Stottern.
Behandlungswege
Zu Beginn steht die Abklärung und Diagnostik der genauen Störung. Danach wird meist ein Augenmerk auf die Akzeptanz und Desensibilisierung der Sprechauffälligkeiten gelegt.
In einem weiteren Schritt geht es um das Erlernen von Sprechtechniken, um die Symptomatik zu verändern.
Als letzte Phase steht die Zusammenführung von Wahrnehmung und Akzeptanz, aber auch der Beeinflussung der Symptomatik durch die erlernten Techniken im kommunikativen Alltag. Ebenso ist hier ein Therapieschwerpunkt die Atmung und Haltung und bei Bedarf das Arbeiten in Realsituationen (Invivotraining) und Gespräche.
Eltern- und/oder Angehörigenberatung ist hier auch ein zentraler Bestandteil der Therapie. Therapieansätze wären: v. Ripper, N. Katz-Bernstein, P. Sandrieser, sowie Entspannungs-, Atem- und Stimmtechniken.