Hörstörung
Hörstörungen sind allgemein gesagt Minderungen des Hörvermögens. Sie können das Trommelfell, das Mittelohr, das Innenohr oder den Hörnerv betreffen. Mögliche Ursachen hierfür können sein:
- Infektionen während der Schwangerschaft,
- Erbfaktoren,
- Syndromerkrankungen,
- Vergiftungen,
- Verletzungen.
Betroffene sind häufig bereits als Babys aufgefallen, da sie im Alter von einigen Monaten plötzlich verstummt sind. In dieser wichtigen Phase des Spracherwerbs muß das Kind die Sprachlaute seiner Umgebung aufnehmen und wiedergeben, wobei es sich durch das Gehör ständig zum Gurren, Plappern, Quietschen, Quengeln usw. selbst anregt. Fehlen diese Anreize infolge einer hochgradiven Hörbeeinträchtigung oder gar Taubheit, wird das Kind keinen Ton mehr von sich geben.
Spätestens jetzt sollte eine klinische Diagnostik durchgeführt und das Kind mit einem Hörgerät oder Cochlea-Implantat versorgt werden. Die Aufgabe der Logopädie besteht darin, die Hörwahrnehmung des Kindes zu fördern und es in seiner Sprachentwicklung zu unterstützen.
Behandlungswege
Hochgradig schwerhörige Kinder, die mit einem Cochlea-Implantat worden sind, lernen das Hören und Identifizieren von Geräuschen, Tönen, Sprachlauten, Wörtern und Sätzen.
Weniger stark betroffene Kinder lernen ein verbessertes Lauschen und Hinhören, um Gesprochenes besser aufnehmen, und verarbeiten zu können. Mit Musikinstrumenten und Hör-Spielen, auch am Computer, wird den Kindern die Freude am Hören und Sprechen gezeigt. Sinnvoll ist häufig die Anwendung sprachbegleitender Gesten, um Lesen, Schreiben und eine deutliche Aussprache zu unterstützen.